Programm: Transparenz, Unabhängigkeit, Verantwortung. Profit.

Transparenz, Unabhängigkeit, Verantwortung. Profit.
Wie funktionieren piratige Prinzipien in der Wirtschaft? Der Deutsche Corporate Governance Kodex als Beispiel

Laura DornheimHinter “Corporate Governance” versteckt sich nichts weniger als Unternehmensführung, also die Grundprinzipien, nach denen (vor allem große) Unternehmen zu steuern sind. Natürlich gibt es hierzu eine Vielzahl an rechtlichen Rahmenbedingungen, die einzuhalten sind. Aber auch innerhalb dieses Rahmens gibt es großen Spielraum. Damit dieser nicht aus unlauterem Interesse ausgenutzt wird, und um ManagerInnen eine einheitliche Orientierung für vorbildliche Unternehmensführung zu geben, gibt es in Deutschland seit 2002 den Corporate Governance Kodex.

“Mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex sollen die in Deutschland geltenden Regeln für Unternehmensleitung und –überwachung für nationale wie internationale Investoren transparent gemacht werden, um so das Vertrauen in die Unternehmensführung deutscher Gesellschaften zu stärken.” (Präambel des Kodex)

Der Kodex ist nicht gesetzlich verpflichtend, er wurde von einem Gremium an Wirtschaftsvertretern erarbeitet und gilt für die meisten Aktiengesellschaften als Selbstverpflichtung.

Eine selbstorganisierte Regelung, zu der sich alle Beteiligten eigenverantwortlich und freiwillig bekennen können, mit dem Ziel mehr Transparenz und Vertrauen innerhalb und gegenüber einer Gruppe herzustellen – das klingt als wäre es urpiratig.

Aber wie gut funktionieren piratige Prinzipien in der freien Wirtschaft?
Wie wird die Forderung nach Transparenz von den beteiligten Unternehmen wirklich umgesetzt?

Was passiert wenn (basis-)demokratische Selbstorganisation und hierarchische Managementstrukturen aufeinander treffen?


Laura Sophie Dornheim
kommt eigentlich aus München, hat in Hamburg Wirtschaftsinformatik studiert und arbeitet seit 2008 als Unternehmensberaterin. Als Beraterin war sie vor allem mit Fragen der Unternehmenssteuerung beschäftigt und hat unter anderem Vergütungssysteme für Vorstände konzipiert. Momentan lebt sie in Berlin und schreibt an ihrer Doktorarbeit zu “Frauen in der Unternehmensberatung”. In der Piratenpartei ist sie bisher vor allem mit feministischen Aktivitäten auffällig geworden, unter anderem war sie an der Umfrage des Kegelklubs zur Gender-Debatte in der Piratenpartei beteiligt.

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